image

Machen wir doch einen kleinen Ausflug in den Hochsommer.

Da liegt er in der Sonne, unser Hof Alpermühle im beschaulichen Schöntal! „Schöntal“ – der Name ist Programm, finden wir.

Wir, Mechthild und Andreas Klose, liegen im Alltag eher selten in der Sonne, schließlich gibt es hier jede Menge zu tun.

Deshalb ist es nett von Hofhund und Familienmitglied Anton, dass er nicht nur jeden Besucher begrüßt, sondern auch täglich nach den Hühnern schaut. Den Job hat er von seiner Mutter Bella gelernt, die auch dann und wann noch über den Hof stromert …

Doch Moment. Hühner, welche Hühner?

image
image

Nein, das sind sie bestimmt nicht. Diese freundlichen, flinken Kerlchen sind zwar auch gefiedert, aber eben nur die Untermieter.

Gern gesehene Untermieter allerdings, schließlich gehören sie doch in jeden guten Stall. Und noch etwas: Sie fangen Insekten. Und sagen Wetterwechsel zuverlässiger voraus als jede App.

image

Weiter gehts auf der Suche nach unseren wichtigsten Mitarbeitern!

Hinterm Haus vielleicht? Fehlanzeige.

Vor dem Haus? Nö.

Obwohl, ein Hahn fällt da ins Auge, direkt an der Landstraße. Das rostige Gerät, auf dem er sitzt, haben wir 1990 von der alten Mühle im Alpetal, unserem ersten Zuhause, mitgebracht. Genau wie den Mühlstein am Rand des Vorplatzes – und natürlich den Namen.

Als wir dort den ersten Stall gebaut haben, war Käfighaltung in Deutschland noch Standard und Betriebe wie wir eine exotische Ausnahme. Toll, was sich inzwischen alles getan hat!

image
image

Da! Ein Rascheln im hohen Gras?

Zwei Neugierige flitzen über die Wiese.

Aus der Richtung, aus der sie kommen, dringt leises Gegluckse.

Und tatsächlich!

Hier stecken sie alle! Wie es scheint, sind Hühner manchmal die vernünftigeren Menschen.

Bei Temperaturen, bei denen wir uns am liebsten den ganzen Tag braten lassen würden, möchte der Großteil unserer Mädels genau das instinktiv vermeiden. Im kühlen Schatten des Wintergartens lässt es sich über Mittag viel besser aushalten als draussen. Was sie gerade bevorzugen, entscheiden die Hennen selbst.

Übrigens: In diesem Stall hat die Universität Bonn im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums über zwei Jahre unter Praxisbedingungen die artgerechte Haltung von Legehennen untersucht.

image

Die eine oder andere erwischen wir sogar bei der Arbeit … weiter so, da wollen wir nicht weiter stören!

image
image
image

Machen wir es also unseren gefiederten Mitarbeiterinnen nach und gehen aus der Sonne.

Dorthin, wohin auch deren Eier gehen: in den Sortierraum.

Nachdem sie aus den Familiennestern im Stall geholt worden sind, werden sie bequem, aber zügig über mehrere Stationen quer durch den Raum bis hinein in ihre Kartons gelotst.

Erster Halt: optische Qualitätskontrolle!

Hier wird die wertvolle Fracht nach allen Regeln der Kunst durchleuchtet – im wahrsten Sinne des Wortes. Spiegel und Licht helfen, unerwünschte Risse, Unebenheiten und Einschlüsse zu erkennen und auszusortieren.

Wer hier besteht, darf weiter zum Wiegen.

image
image

Eine riesige Waage sortiert nun alle Eier nach Gewicht in die Größen S, M, L und XL und schickt sie in geordneten Bahnen in Richtung Sechser- und Zehnerschachteln.

Das klingt, als würde all das vollautomatisch funktionieren – tut es aber nicht. Ohne das geschulte Auge, die schnellen Hände und das Know-how unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre die Technik schnell am Ende.

Ist alles wie bestellt zusammengepackt, muss das Ovale in das Eckige: in den LKW.

Mehrmals in der Woche machen sich unsere Fahrer in alle Himmelsrichtungen auf, um Eier an ihren jeweiligen Bestimmungsort zu bringen – mal tagsüber, mal nachts.

Während wir also alle gut beschäftigt sind mit Misten, Füttern, Sortieren, Packen, Fahren, Organisieren, Telefonieren …

image
image

… entspannen die Mädels nach getaner Arbeit dann doch noch ein wenig in der Abendsonne.

image

Und auch Anton „hat für heute fertig“.

Grundsätzlich freut er sich aber immer über Besuch, und wir auch!

Also, komm doch bei Gelegenheit einfach mal vorbei in Schöntal. Eine kurze Voranmeldung wäre allerdings nett, damit wir uns entsprechend Zeit nehmen können.

Bis bald!