Die sechs Größen der Eier

Wer hat eigentlich die Redewendung geprägt, dass Dinge sich gleichen „wie ein Ei dem anderen“? Der hat aber noch keinen Blick in den Hühnerstall geworfen ;-). Auf einem karierten Küchentuch wird es besonders deutlich: So unterschiedlich können Hühnereier ausfallen!

Eingeteilt werden sie in bis zu sechs Größen. Die kleinsten („Küken“-Eier) und die größten (XXL) dürfen im herkömmlichen Lebensmitteleinzelhandel nicht verkauft werden – bei uns auf dem Hof schon. Und viele Menschen machen den Weg nach Schöntal extra wegen dieser „Ausreißer“.

Die Kükeneier sind sozusagen die Übungsstücke unserer jüngsten Hennen und wiegen unter 40 g. Wegen ihrer geringen Größe zeichnen sie sich durch geballtes Aroma aus, denn alle Inhaltsstoffe sind bereits im Ei vorhanden, nur eben ein wenig komprimiert. Junge Hühner legen ca. fünf Tage lang diese XS-Ausgabe, bevor sich die Größe langsam steigert zu …

Eiern der Größe S, auch liebevoll „Minis“ genannt. Schau mal hier, wie Du Backrezepte, die für M-Eier gedacht sind, für die Minis umrechnen kannst. Geschmacklich sind diese noch ganz nah an den Kükeneiern dran.

M- und L stellen die Standardgrößen für Eier dar. Sie sind tolle Frühstückseier, eignen sich zum Färben, und wenn Eier in Backrezepten gefordert sind, sind diese Größen gemeint.

Die XL-Eier findet man seltener im Handel. Sie werden von den schon sehr erfahrenen Hennen gelegt. Die Eierschale ist jedoch dünner, deshalb empfehlen wir, sie nicht zu färben.

Auch für die XXL-Eier gibt es Liebhaber, die die größten Meisterstücke unserer Hennen extra bei uns auf dem Hof vorbestellen. Im Handel bekommt man sie nicht, sie passen ja auch gar nicht mehr in normalen Eierschachteln.
Der Clou: Sie enthalten oft zwei Dotter! Allerdings ist die Schale sehr dünn, und beim Kochen platzen sie schneller auf.