Wir machen den Test – so nützlich sind Eierschalen (Teil 1)

Re-use, Recycling, Upcycling – auch wir wollen Ressourcen schonen und nicht immer sofort alles wegwerfen. Also haben wir uns überlegt: Wie kann man Eierschalen nutzbringend weiterverwenden? Schließlich bestehen sie aus wertvollem Kalk!

Und tatsächlich sind wir fündig geworden. Doch bevor wir die Tipps einfach so weitergeben, haben wir sie für Dich ausprobiert.

1 Mückenstiche

Beim letzten Waldspaziergang haben sie ordentlich zugeschlagen: Mücken. Es juckt unerträglich. Dagegen hilft dieser Tipp tatsächlich:

Nimm etwas weniger als ein halbes Glas Apfelessig, löse die Eierschale von einem gekochten Ei darin auf (wir haben die Schale etwas zerbröselt und drei Tage im Essig liegen lassen, sie hat sich jedoch nicht vollständig aufgelöst), tränke ein Wattepad damit und tupfe die Flüssigkeit auf die juckenden Stiche. Es brennt ein wenig – vor allem, wenn man sich die Stiche schon aufgekratzt hat. Aber danach ist Ruhe! Der Juckreiz lässt beinahe sofort nach und bleibt verschwunden. Außerdem scheint es, dass die Stellen viel schneller heilen.

2 weiße Wäsche waschen

Als überzeugter „Öko“ wäscht man ja mit entsprechendem Waschmittel, und das enthält keine künstlichen Aufheller. Also kann es passieren, dass ehemals weiße Wäsche bald einen Grauschleier bekommt. Eierschalen im Stoffbeutel mitzuwaschen soll die Wäsche wieder richtig weiß machen. Hm, funktioniert das wirklich?

Zwar sind unsere Eier nicht weiß, aber es gibt auch hellschalige Exemplare, davon haben wir der Kochwäsche die Schalen von vier Eiern beigelegt.

Fazit: Nach der ersten Wäsche konnten wir keinen nennenswerten Unterschied feststellen. Nun ja, vielleicht entfaltet dieser Tipp erst im Langzeitverfahren seine Wirkung. Oder es braucht tatsächlich rein weiße Eierschalen. Du kannst es ja einmal selbst testen!

3 Schöne Haut

Eine Gesichtsmaske mit pulverisierten Eierschalen und Eiweiß, die ewige Jugend verheißt? Oder zumindest straffere Haut? Nach dem Winter und der trockenen Heizungsluft kann die Haut schon eine kleine Verwöhnpackung gebrauchen. Warum nicht, probieren wir es aus …

Wir haben die Schale von gekochten Eiern genommen (um sicherzugehen, dass keine Bakterien auf der Schale sitzen), diese trocknen lassen und im Mörser zu Pulver zerrieben. Dieses Pulver haben wir mit einem Eiweiß vermischt und mit einem Pinsel auf das Gesicht aufgetragen. Wichtig: Die empfindliche Augen- und Mundpartie ausgesparen. Nach ca. 10-15 Minuten nimmt man die Maske mit warmem Wasser ab (wir haben mit einem Waschlappen nachgeholfen).

Uuund?

Fazit: Die Eierschalen besser in einer Kaffeemühle mahlen, dann fallen sie feiner aus als aus dem Mörser. Die Maske riecht etwas seltsam, das Gefühl auf der Haut ist aber erfrischend. Wenn das Eiweiß trocknet, spannt es, dann wird es Zeit, sie mit warmem Wasser abzuwaschen. Die Haut fühlt sich hinterher zumindest angenehm weich an. Ob diese Mischung wirklich Falten glättet, lässt sich wahrscheinlich nur bei regelmäßiger Anwendung feststellen ;-).

Nächste Woche erfährst Du drei weitere von uns erprobte Tipps, mit denen Du Eierschalen nie wieder wegwerfen musst!

 

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