Frische Weihnachtseier – dank guter Haltung!

Wer früher zu Weihnachten ausreichend Eier im Vorrat haben wollte, der musste rechtzeitig vorsorgen: Denn im Winter legten die Hühner nicht genügend, um den Bedarf für die kalte Jahreszeit und fürs Fest zu decken. Das lag vor allem an den äußeren Umständen der Haltung – häufig fehlten auf den Höfen ideale Hühnerställe.

Die Tiere verfügten zwar über genügend Auslauf, hatten im Herbst und Winter aber keinen geschützten Aufenthaltsraum. Die Ställe waren kalt, nass und dunkel, die Hühner Zugluft ausgesetzt. Das mochten die Tiere überhaupt nicht und legten daher nur „auf Sparflamme“.

Deshalb wurden bereits in den Monaten August und September Eier für die Weihnachtsbäckerei eingelagert. Zur Lagerung wickelte man die Eier in feines Seidenpapier und legte sie dicht aneinandergepackt in einen kühlen, trockenen dunklen Raum. Größere Mengen wurden auch in Flüssigkeiten wie Kalkwasser oder Natronwasserglas konserviert. So gelagert behielten die Eier ihre guten Backeigenschaften für mehrere Monate.

Heute sind selbst im Winter genügend tagesfrische Eier aus artgerechter Bio-Haltung erhältlich, weil die Hühner bessere Lebensbedingungen als früher geboten bekommen. Die Ställe sind isoliert, warm und trocken, und reichlich Einstreu trägt zum Wohlgefühl bei. Aus diesem Grund bleiben die Tiere den Winter über fleißig.