Von der Kuh aufs Huhn gekommen!

Hamminkeln, 8. November 2017: Eine kleine Abordnung vom Hof Alpermühle spingst neugierig auf das Webcam-Bild auf Dominik Kleys Smartphone, als der seinen jungen Hühnern das erste Mal die Türen zum Kaltscharr-Raum, dem sogenannten „Wintergarten“, öffnet. Die Spannung ist groß – werden sich die erst vor Kurzem eingezogenen Hennen überhaupt aus dem Stall trauen? Schon nach einer Minute gibt Dominik Entwarnung: Die Tiere strömen geradezu in die luftige Halle mit dem frischen Stroh und erkunden flatternd und scharrend jeden Winkel.

Aufatmen. Wieder eine Hürde genommen, eine von vielen über die letzten anderthalb Jahre!

Denn Dominik ist – trotz zahlreicher Weiterbildungen und großem Interesse am Thema – noch vergleichsweise neu im Legehennenhalter-Geschäft. Nicht, dass er keine Erfahrung mit der Landwirtschaft hätte, im Gegenteil: Als dritte Generation auf Hof Kley hat er sie sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen. Aber das Stichwort ist eben „Milch“. Seinen Lebensunterhalt allein damit zu bestreiten, gestaltet sich immer schwieriger. Und damit auch für die nächste und übernächste Generation gesorgt ist, hat Dominik entschieden, sich breiter aufzustellen. Sein Vater wird den Milchviehbetrieb und Ackerbau weiterführen, er selbst ist ab sofort für das Wohlergehen von 6.000 Bio-Legehennen verantwortlich – und freut sich mächtig auf diese neue Herausforderung.

Rund anderthalb Jahre hat es gebraucht von der ersten Idee bis zum ersten Ei – anderthalb Jahre voller Prüfungen, Abnahmen und umfangreicher Investitionen in die Zukunft. Wie es dazu kam, darüber hat Andreas seinen Kollegen ein wenig „ausgequetscht“.

Einen Teil dieser Investitionen besichtigen wir in Form der Sortiermaschine: Wenn die jungen Hühner erst mal richtig loslegen, werden hier bald ein paar tausend leckere Bio-Eier auf Paletten gepackt – täglich. Damit dann alles läuft wie geschmiert, gibt es heute eine kleine Trockenübung. Andreas, der „alte Hase“, demonstriert, wie man die kostbare Fracht so packt, dass nichts kaputtgeht. Kurze Schrecksekunde: Passt so eine nach allen Regeln der Kunst gepackte Palette überhaupt durch die Tür …? Dominik testet es vorsichtshalber. Passt. Knapp, aber passt!

Und so steht einer erfolgreichen Zusammenarbeit tatsächlich nichts mehr im Wege. Wir freuen uns, dass Dominik nun Teil unserer Erzeugergemeinschaft ist und wünschen ihm viel Erfolg und Spaß mit seinen hübschen und entspannten gefiederten Mädels, für die sich in ein, zwei Tagen der Gewöhnung dann auch die Türen ins Freie öffnen.