Woher kommen die Eierschachteln?

Diese Woche haben wir ein Interview mit Meik Klose geführt, dem Gründer von eierschachteln.de.

2008 ging der damals 18-jährige Schüler mit einem Anfangssortiment von Eierschachteln und individuellen Etiketten, die auch in kleinen Mengen bestellt werden konnten, an den Start. Eine Nische, die sich fast zehn Jahre später zu einem umfangreichen Online-Shop gemausert hat.

Und wie kommt man auf solch eine Idee? Vielleicht muss man dazu der Sohn von Mechthild und Andreas Klose von unserem Hof Alpermühle sein und von Kindheit an mit Hühnern aufgewachsen …

Aber das wollen wir genauer wissen und haben Meik ein paar Fragen gestellt:

Hallo Meik, was uns am meisten interessiert: Wie bist du auf die Idee gekommen, eine Firma zu gründen, die Eierschachteln mit individuellen Abgabemengen vermarktet? Das ist ja eine Nische, auf die man erst mal kommen muss!

Meik: Die ursprüngliche Idee kam daher, dass ich früher hier auf dem Hof eine Wachtelzucht hatte. Das waren mit die ersten Biowachteln in Europa, und dafür brauchte man auch eine schöne Schachtel! Es gab einen Hersteller, der diese Schachteln aus Pappe produziert hat. Die Mindestmenge war aber so hoch, das hätte für drei, vier Jahre gereicht.

Da kam mir die Idee, die Schachteln an Kollegen zu verkaufen. Es kamen immer mehr E-Mails mit einzelnen Bestellungen. Um das einfacher zu gestalten, hat sich die Möglichkeit ergeben, einen kleinen Shop aufzumachen, wo ich Eierschachteln und biologisches Hühnerfutter eingestellt habe. Ich hatte zu der Zeit auch noch ein Schulprojekt, in das ich den Shop integrieren konnte.

Das Ganze hat sich dann deutlich positiver entwickelt, als ich es anfangs angenommen habe!

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, euer Sortiment in Richtung Hühnerhaltung zu erweitern?

Meik: Kunden haben uns gefragt: „Was kann ich noch Gutes für meine Hühner tun?“ Und zu einigen Produkten kam die Frage, ob es die auch in anderen Variationen gibt. So ist das Sortiment mit der Zeit immer größer geworden.

Wir finden auch selbst interessante Produkte, z. B. den Oregano-Zusatz im Hühnerfutter. Wenn wir denken, das könnte passen, probieren wir es halt aus … und meistens funktioniert’s auch (grinst).

Auch wir brauchen Eierschachteln und Verpackungen. Gibt es da eine Verbindung zu eierschachteln.de?

Meik: Der Hof Alpermühle kauft Teile der Eierverpackung bei eierschachteln.de. Weniger die Schachteln, die man im Supermarkt findet – mehr solche, die im Betrieb verwendet werden: die Eierhöcker und die grauen Service-Verpackungen, die man für lose Eier im Geschäft findet.

Was magst du an deiner Arbeit, worauf bist du besonders stolz?

Meik: Dass man etwas selber gestalten und entwickeln kann! Das mit den Eierschachteln mag sich vielleicht langweilig anhören, aber da ist ja doch einiges mehr dahinter. Es kommen immer wieder Herausforderungen und harte Nüsse, die man knacken muss. Manchmal zittert man vorher, und hinterher freut man sich, dass es geklappt hat. Oder man realisiert, dass es nicht funktioniert – dann muss man halt einen anderen Weg finden.

Euer neues Produkt ist das Hofmarketing – wie wird das Angebot angenommen?

Meik: Das ist noch nicht lange im Sortiment. Wir hatten ja früher nur die Etikettengestaltung – das Hofmarketing ist eine Weiterentwicklung davon. Wir haben gemerkt, dass viele Kunden bei uns zum ersten Mal Kontakt mit der Idee haben, dass sie sich nach außen darstellen müssen.

Mit dem Hofmarketingkonzept bieten wir noch mehr grafische Dienstleistungen oder Werbung an. Wir nehmen unsere Kunden sprichwörtlich an die Hand, um es ihnen möglichst einfach zu machen. Viele Kunden haben Angst, zu einer Werbeagentur zu gehen, weil sie befürchten, zu viel Geld für die Leistung bezahlen zu müssen. Wir lösen das mit Pauschalangeboten.

Hast du eine Vision, wohin es mit eierschachteln.de gehen darf?

Meik: Es darf gerne noch wachsen. Ich denke auch, es wird sich dahin entwickeln, weil immer mehr Kunden Wert darauf legen, regionale Eier zu kaufen. Unsere Zielgruppe sind ja diese kleinen lokalen Betriebe, die ein paar Hühner halten, und das wird sich mit Sicherheit noch weiter entwickeln.

Was wird dein nächstes Projekt?

Meik: Wir ziehen gerade mit einem Teil des Büros nach Köln um. Um das Stadtleben zu integrieren, auszuprobieren, wie es sich hier so arbeitet. In der Stadt werden so viele kreative Ideen geboren, und es gibt es auch im Online-Marketing viel mehr Möglichkeiten als auf dem Land. Mal sehen, wo sich das hin entwickelt …

Möchtest du uns zum Schluss noch ein schockierendes Geheimnis über dich verraten?

Meik: Ich mag keine Hühnereier … (grinst) … und eine unserer Bürokräfte hat panische Angst vor Hühnern …

Danke für das Gespräch und noch viel Erfolg!

 

Beitragsbild: Meik Klose (l.) und Daniel Debus (r.) von Eierschachteln.de

 

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