Zwiebelkuchen aus den 80ern

Am schönsten ist das Testessen, wenn das Rezept zur Jahreszeit passt. Es lässt sich nicht bestreiten: Der Herbst steht vor der Tür – das schreit geradezu nach Zwiebelkuchen! Und nachdem wir festgestellt haben, dass bei mehreren Mitarbeitern das gleiche alte Standardwerk in Sachen Backen in der Küche steht, war schnell klar, woher unser Rezept kommt. Wer hätte gedacht, dass Zeitreisen so einfach ist – auf in die 80er!

Du brauchst:

  • 600 g Vollkornmehl
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 160 g Butter
  • 2 TL Salz
  • 2 kg Zwiebeln
  • 200 g durchwachsenen Speck
  • 400 ml saure Sahne
  • 6 Eier
  • 1 Prise Salz
  • Kümmel, Rosmarin, Pfeffer

Zunächst mal brauchst Du einen Hefeteig für den Boden. Dazu schüttest Du das Mehl in eine Schüssel, drückst mit einem Esslöffel eine Mulde in die Mitte und bröckelst die Hefe hinein. Dann füllst Du die Mulde mit der lauwarmen Milch auf – ach ja, sie sollte wirklich nur lauwarm und nicht heiß sein. Hefeteig gelingt am besten, wenn alle Zutaten Zimmertemperatur haben; auf Kälte und Hitze reagiert er in der Regel mit … Nichtstun! Er soll aber doch ordentlich aufgehen, und deshalb deckst Du die Schüssel nun mit einem Küchentuch ab und lässt Du ihn 15 Minuten in Ruhe.

In der Zwischenzeit kannst Du schon mal die Butter zerlassen und wieder etwas abkühlen lassen. Wenn die 15 Minuten rum sind, gibst Du sie zusammen mit dem Salz zum Vorteig in die Schüssel und verknetest alles zu einem geschmeidigen Teig. Der darf dann weitere 30 Minuten abgedeckt vor sich hin ruhen. Danach sollte er ungefähr doppelt so groß geworden sein.

Jetzt kannst Du schon mal ein Backblech vorbereiten, indem Du es entweder einfettest oder mit Backpapier auslegst. Auch der Backofen kann schon angeworfen werden, und zwar auf 200 °C Umluft.

Der Speck darf gewürfelt und die Zwiebeln in Ringe geschnitten werden, dann brätst Du alles in einer Pfanne an (mit Butter nicht zu sparsam sein!), bis die Zwiebeln glasig sind.

Wenn der Hefeteig schön aufgegangen ist, legst Du das Backblech damit aus, baust ringsrum einen kleinen Rand und verteilst die Zwiebel-Speck-Mischung darauf. Anschließend vermischst Du die saure Sahne mit den Eiern, würzt mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und Kümmel und gießt das Ganze gleichmäßig über die Zwiebeln.

Die Zwiebelkuchen im Rohzustand muss nun noch einmal eine Viertelstunde ruhen, dann kann er endlich in den Ofen und dort 20 bis 30 Minuten backen.

Wenn möglich, solltet ihr ihn heiß aufessen – womöglich mit einem Federweißen dabei?

So, zurück in die Gegenwart: Hier kannst Du das Rezept als PDF herunterladen ;-).