Kurz und knapp

  • Eine Bruderhahn-Patenschaft kostet einmalig 17 Euro.
  • Dafür wird ein Bio-Bruderhahn drei Monate lang in unserem Partnerbetrieb aufgezogen.
  • Wenn der Hahn irgendwann geschlachtet wird, bekommst Du eine Auswahl leckerer Gockelfleischprodukte im Glas nach Hause geschickt.
  • Falls Du diese kleinen Delikatessen lieber anderen Menschen gönnen möchtest, spenden wir sie in Deinem Namen an Haus Segenborn, eine karitative Einrichtung der Diakonie Michaelshoven in Waldbröl.

Übernimm die Patenschaft für einen Bio-Bruderhahn!

Bruderhähne: ein Thema, über das sich viele Leute Gedanken machen. Wir auch.

Deshalb haben wir uns einen Lösungsansatz überlegt: Unser Partner und Junghennenaufzüchter Bioland-Hof Jens Bodden zieht seit einiger Zeit Bruderhähne groß – nach denselben Bio-Richtlinien, die für alle unsere Hennen gelten, und so viele, wie er verkauft bekommt. Leider sind das ausgesprochen wenig.

 

 

Aber fangen wir vorne an! Es ist uns wichtig, dass immer mehr Menschen sich der Bruderhahn-Problematik bewusst werden, 
sie verstehen und dann aktiv werden.
 Deshalb hier ein paar Hintergründe zum Thema:

Warum ist die Situation überhaupt, wie sie ist?

Da die Legehennen zur Eierproduktion gezüchtet werden, setzen sie kein Fleisch an wie Masthühner, die wiederum wenig Eier legen. Die Hähne der Legehennen-Züchtung sind dementsprechend „sportlich“ gebaut. Und weil sie während der Aufzucht fast den ganzen Tag im Grünen unterwegs sind, fressen sie auch wie Sportler!

Genau da liegt der Knackpunkt für jeden, der von der Eierproduktion lebt und ein Herz für Gockel hat: Die Hähne erzeugen recht hohe Unterhaltskosten, die der Hühnerhalter in der Regel weder auf den Eierpreis umlegen noch über den Verkauf von Fleisch ausgleichen kann. Davon nämlich haben die Gockel so wenig, dass kaum jemand bereit ist, einen angemessenen Preis zu bezahlen.

Ein paar Gedanken zum Töten von Eintagsküken

Eines vorweg: Eintagsküken werden bei uns nicht „geschreddert“ – dieses Verfahren ist in Deutschland verboten.
Sie werden mit CO2 eingeschläfert und dann von Tierheimen, Zoos und Greifvogelstationen stark nachgefragt. Offen gesagt, alle diese Einrichtungen wären zum jetzigen Zeitpunkt ohne die Küken arm dran, denn für etliche Vögel und Säugetiere steht Geflügel auf dem natürlichen Speiseplan ganz weit oben. Insofern finden die männlichen Küken eine sinnvolle Verwendung abseits des menschlichen Verzehrs. Wenn man den Gedanken weiter verfolgt, dass auf einen Schlag keine Küken mehr getötet würden, kommt man zu dem Schluss, dass stattdessen Mäuse und andere Nager extra als Tierfutter gezüchtet werden müssten …

Es wird deutlich, wie komplex das Thema ist und dass es zumindest keine schnelle Lösung gibt.

Welche Alternativen könnte es in Zukunft geben?

Zum einen werden Möglichkeiten zur Früherkennung des Geschlechts im Ei erforscht; auf diesem Sektor gibt es Fortschritte. Bis eine solche Technologie allerdings alltagstauglich und erschwinglich ist, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern.
Zum anderen arbeitet man an der Züchtung von „Zweinutzungshühnern“, die sowohl Eier legen als auch Fleisch ansetzen – vermutlich die sinnvollere Methode. Wir halten Augen und Ohren offen und werden entsprechende Maßnahmen ergreifen, sobald das Konzept praxisreif ist.

Und bis dahin?

Wir möchten gerne jetzt etwas unternehmen – und Du kannst uns helfen, wenn Du möchtest.

Sprich uns direkt an, und übernimm die Patenschaft für einen Bruderhahn.

Über diesen Link landest Du auf unserem Kontaktformular; darüber kannst Du uns deine Kontaktdaten schicken zusammen mit der Angabe, wieviele „Patenhähne“ Du versorgen möchtest; Du bekommst dann zügig Post von uns. Wie das Ganze funktioniert, siehst Du kurz und knapp oben links auf der Seite, die Details erläutern wir Dir aber auch gerne persönlich und ausführlich.

Übrigens: Dass die Bruderhähne nicht zum ausgewachsenen Sonntagsbraten taugen, heißt nicht, dass sie nichts zu bieten haben – im Gegenteil! Ausgedehnte Ausflüge ins Grüne verleihen ihrem zarten Muskelfleisch zusätzlich Geschmeidigkeit und Geschmack.

Dieses Fleisch lassen wir nach liebgewonnenen Rezepten zubereiten – in aller Ruhe und mit Sorgfalt – und stellen es Dir dann im Glas zur Verfügung. Die Palette der Gerichte, aus der Du wählen kannst, bekommst Du natürlich ebenfalls.