Kurz und knapp

  • Eine Bruderhahn-Patenschaft kostet einmalig 25 Euro.
  • Dafür wird ein Bio-Bruderhahn vier bis fünf Monate lang in unserem Partnerbetrieb aufgezogen.
  • Wenn der Hahn geschlachtet wird, bekommst Du eine Auswahl leckerer Gockelfleischprodukte im Glas nach Hause geschickt.
  • Falls Du diese kleinen Delikatessen lieber anderen Menschen gönnen möchtest, spenden wir sie in deinem Namen an Haus Segenborn, eine karitative Einrichtung der Diakonie Michaelshoven in Waldbröl.
Jetzt Pate werden!

Übernimm die Patenschaft für einen Bio-Bruderhahn!

Bruderhähne: ein Thema, über das sich viele Leute Gedanken machen. Wir auch.

Deshalb haben wir uns einen Lösungsansatz überlegt: Unser Partner und Junghennenaufzüchter Bioland-Hof Jens Bodden zieht seit einiger Zeit Bruderhähne groß – nach denselben Bio-Richtlinien, die für alle unsere Hennen gelten, und so viele, wie er verkauft bekommt. Leider sind das ausgesprochen wenig.

Aber fangen wir vorne an! Es freut uns, dass sich immer mehr Menschen mit dem Bruderhahn-Thema beschäftigen, 
es verstehen und dann aktiv werden.
 Deshalb hier ein paar Hintergründe:

Warum ist die Situation überhaupt, wie sie ist?

Da die Legehennen zur Eierproduktion gezüchtet werden, setzen sie kein Fleisch an wie Masthühner, die wiederum wenige Eier legen. Die Hähne der Legehennen-Züchtung sind – salopp gesagt – „sportlich-mager“ gebaut. Und weil sie während der Aufzucht fast den ganzen Tag im Grünen unterwegs sind, hauen sie auch wie die Sportler!

Genau da liegt der Knackpunkt für jeden, der von der Eierproduktion lebt und ein Herz für Gockel hat: Die Hähne erzeugen hohe Unterhaltskosten, die der Hühnerhalter in der Regel weder auf den Eierpreis umlegen noch über den Verkauf von Fleisch ausgleichen kann. Davon nämlich haben die Gockel so wenig, dass kaum jemand bereit ist, einen angemessenen Preis zu bezahlen.

image

 

Ein paar Gedanken zum Töten von Eintagsküken

Das Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig hat im Juni 2019 entschieden, dass das Töten der Eintagsküken bis auf Weiteres erlaubt bleibt.
Wohlgemerkt: Das Töten, nicht das Schreddern.

Letzterer Begriff hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch leider als festes Synonym für den Umgang mit den Bruderhähnen eingebürgert und ist in den Medien omnipräsent, so dass man kaum an ihm vorbeikommt.

Deshalb möchten wir an dieser Stelle festhalten:

Das „Schreddern“ der Küken bei lebendigen Leib ist und bleibt in Deutschland bereits seit etlichen Jahren verboten (in der ökologischen Haltung sowieso).

Sie werden mit Kohlendioxid eingeschläfert und dann von Tierheimen, Zoos und Greifvogelstationen stark nachgefragt. Auch das ist natürlich kein Zustand und ethisch fragwürdig. Aber es hat nichts mit dem Horrorszenario zu tun, das sich im Kopf abspielt, wenn das berühmt-berüchtigte Schlagwort „Schreddern“ fällt.

Zudem tut sich hier schon wieder ein anderes Dilemma auf (wie fast immer, wenn der Mensch erst einmal in die Natur eingegriffen hat und das Rad sich schwerlich zurückdrehen lässt): All diese Einrichtungen wären zum jetzigen Zeitpunkt ohne die Küken arm dran, denn für etliche Vögel und Säugetiere steht Geflügel auf dem natürlichen Speiseplan ganz weit oben. Insofern finden die männlichen Küken eine Verwendung abseits des menschlichen Verzehrs. Wenn man den Gedanken weiter verfolgt, dass auf einen Schlag keine Küken mehr getötet würden, kommt man zu dem Schluss, dass stattdessen Mäuse und andere Nager extra als Tierfutter gezüchtet und auch mit Getreide gefüttert werden müssten …

Es wird deutlich, wie komplex das Thema ist und dass es zumindest keine schnelle Lösung gibt.

Welche Alternativen könnte es in Zukunft geben?

Zum einen werden Möglichkeiten zur Früherkennung des Geschlechts im Brutei erforscht; auf diesem Sektor gibt es inzwischen gute Fortschritte wie zum Beispiel das „seleggt“-Verfahren; die Praxisreife ist hier greifbar nah.
Zum anderen arbeitet man an der Züchtung von „Zweinutzungshühnern“, die sowohl Eier legen als auch Fleisch ansetzen – Ebenfalls ein vielversprechender Lösungsansatz, allerdings wird es noch lange dauern, bevor man hier zufriedenstellende Ergebnisse erwarten darf. Züchten funktioniert eben nicht von heute auf morgen. Wir halten Augen und Ohren offen und werden entsprechende Maßnahmen ergreifen, sobald das Konzept praxisreif ist.

Und bis dahin?

Wir möchten gerne jetzt etwas unternehmen – und Du kannst uns helfen, wenn Du möchtest.

Werde jetzt Bruderhahn-Pate!

 

Unsere Bruderhahn-Produkte

Übrigens: Dass die Bruderhähne nicht zum ausgewachsenen Sonntagsbraten taugen, heißt nicht, dass sie nichts zu bieten haben – im Gegenteil! Ausgedehnte Ausflüge ins Grüne verleihen ihrem zarten Muskelfleisch zusätzlich Geschmeidigkeit und Geschmack.

Dieses Fleisch lassen wir nach liebgewonnenen Rezepten zubereiten – in aller Ruhe und mit Sorgfalt – und stellen es Dir dann im Glas zur Verfügung.

Und um die Sache abzurunden, haben wir uns noch etwas Besonderes einfallen lassen: „Dein Land-Ei“-Nudeln aus unseren eigenen Bio-Eiern! Mit stolzen 32 Prozent sind sie darin vertreten. Ausserdem sind purer Bio-Hartweizengriess und Steinsalz drin – hochwertiger kann man eine Nudel einfach nicht herstellen.

Die Gockelprodukte werden in ziemlich kleinen Mengen und ausschließlich mit Bio-Zutaten produziert. Da kommt es vor, dass ab und zu nicht alles  verfügbar ist – das ist im Moment der Fall. So kommt es, dass wir gerade nur dieses eine Paket anbieten können, das deswegen aber nicht weniger lecker ausfällt und hervorragend über die usseligen Seiten des Winters hilft. Sobald wieder alle Bruderhahn-Produkte zu haben sind, gibt es hier wie gewohnt eine größere Auswahl, versprochen.

Guten Appetit!